Die USA nehmen den republikanischen Kongressabgeordneten George Santos wegen Betrugsvorw√ľrfen fest


Heute, am 10. Mai, wurde George Santos, der im vergangenen Herbst vom Bundesstaat New York in das US-Repr√§sentantenhaus gew√§hlt wurde, in New York festgenommen. Anwalt f√ľr den √∂stlichen Bezirk von New York Breon Peace beschuldigt ihn in 13 Anklagepunkten, darunter Betrug, Geldw√§sche, Veruntreuung von Haushaltsmitteln und Meldung falscher Informationen an das Repr√§sentantenhaus. Den Ermittlungen zufolge verwendete George Santos unter anderem die f√ľr seinen Wahlkampf erhaltenen Gelder f√ľr pers√∂nliche Zwecke und bezog zudem Arbeitslosengeld, da er tats√§chlich erwerbst√§tig war. Dar√ľber hinaus stellte er seine Eink√ľnfte, Verm√∂genswerte und Schulden gegen√ľber dem Repr√§sentantenhaus falsch dar. Sp√§ter am Mittwoch wird George Santos vor einem Bundesgericht f√ľr den Eastern District von New York erscheinen.

Wie Herr Peace im Allgemeinen feststellte, griff George Santos wiederholt auf ‚ÄěB√∂sgl√§ubigkeit und T√§uschung‚Äú zur√ľck, um in den Kongress gew√§hlt zu werden und sich zu bereichern. In einer Klageschrift gegen ihn hei√üt es, er habe 50.000 US-Dollar von Spendern f√ľr seine Kampagne verwendet, um Designerkleidung zu kaufen und seine Schulden zu begleichen. W√§hrend er in einer Investmentgesellschaft arbeitete und ein Jahresgehalt von 120.000 US-Dollar erhielt, war er au√üerdem arbeitslos gemeldet und erhielt zus√§tzlich 24.000 US-Dollar pro Jahr. Der Skandal um George Santos begann kurz nach seiner Wahl zum Kongress.

Im Dezember ver√∂ffentlichte die New York Times eine Untersuchung, wonach George Santos w√§hrend des Wahlkampfs viele Fakten √ľber seine Biografie erfunden habe. So studierte er nach seinen eigenen Worten am Baruch College und absolvierte ein Praktikum an der New York University, arbeitete bei Citigroup und Goldman Sachs und gab auch an, j√ľdische Wurzeln zu haben. Als all diese Behauptungen nicht best√§tigt wurden, musste sich George Santos entschuldigen und sagte, er habe ‚Äědie Fakten besch√∂nigt‚Äú und ‚Äědie Worte schlecht gew√§hlt‚Äú. Das Wall Street Journal schrieb sp√§ter, dass George Santos zwei Jahre lang bei Harbor City Capital gearbeitet habe, das als Schneeballsystem anerkannt und gegen das eine Klage eingereicht wurde.

Nach diesen Skandalen begannen viele, auch unter den Republikanern, den R√ľcktritt von George Santos aus dem Kongress zu fordern. Vertreter von George Santos haben sich noch nicht zu seiner Inhaftierung und den gegen ihn erhobenen Anklagen ge√§u√üert. Kevin McCarthy, Vorsitzender der Republikaner im US-Repr√§sentantenhaus, sagte heute, am 10. Mai: ‚ÄěIn Amerika ist man unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist.‚Äú

Yana Rozhdestvenskaya


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