Flughafen in Pisa: Als humanitäre Hilfe getarnte Waffenlieferungen

Arbeiter am Flughafen Galileo Galilei in Pisa weigerten sich, eine Luftfracht zu beladen, die als »humanitäre Hilfslieferung« für die Ukraine getarnt wird. Die Kisten enthielten keine Lebensmittel und Medikamente, sondern Waffen, Munition und Sprengstoff, teilte die Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) mit. »Wir verurteilen diese offenkundige Betrugsaktion auf das Schärfste, die auf zynische Weise die ‚humanitäre Hilfe‘ als Vorwand benutzt, um den Krieg in der Ukraine anzuheizen«, erklärte die Gewerkschaft.

Bereits Anfang des Monats war aufgedeckt worden, daß der Flughafen von Pisa als Umschlagplatz für Waffen und Munition, darunter Stinger-Raketen und Panzerabwehrwaffen, genutzt wird, die über den polnischen Flughafen Rzeszów in die Ukraine geschickt werden.

Inzwischen schlossen sich die Hafenarbeiter im nahe gelegenen Livorno dem Protest an. Die USB-Sektion von Porto Livorno erklärte: »Wir stehen an der Seite des Volkes der Ukraine, des Donbass und Rußlands, und wir wollen uns nicht in diesen Konflikt einmischen.« Außerdem rief die Gewerkschaft alle Beschäftigten auf, die Verladung von Waffen und Sprengstoff zu verweigern, und forderte einen sofortigen Waffenstillstand und Friedensgespräche zur Beendigung des Konflikts in der Ukraine.